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Beratung und Service

Tschechien und Slowakei schreiben Energieeffizienz groß

Förderprogramme machen die Standorte besonders attraktiv

Alle Zeichen stehen auf Wachstum. Tschechien und die Slowakei kehren der Krise 2010 den Rücken und sind für deutsche Betriebe attraktiver denn je. Der Grund: interessante Förderprogramme der Regierungen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien.


Bild: Ingo Bartussek © Fotolia.com

Die Tschechische Republik ist einer der größten Energieverschwender Europas. Ihr Energieverbrauch ist dreimal so hoch wie der von Deutschland. Dass hier Einsparungen sinnvoll und nötig sind, hat auch die Regierung erkannt. In 30 Jahren sollen 60 Prozent weniger Energie verbraucht werden als heute. Das Subventionsprogramm Zelená úsporám, übersetzt "Grünes Licht für Einsparungen", fördert beispielsweise Energieeinsparmaßnahmen bei der Renovierung und dem Neubau von Gebäuden mit Geldern in Höhe von 3 Milliarden Euro.


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Die Förderprogramme der tschechischen Regierung unterstützen nicht nur nationale Unternehmen, sondern auch ausländische Betriebe, die in der Tschechischen Republik die Steigerung der Energieeffizienz unterstützen. Eine Umfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) bei deutschen Unternehmen in Tschechien stimmt jedoch nachdenklich: "81 Prozent der befragten Betriebe haben in den letzten zwei Jahren in Energieeffizienz investiert", erläutert Sebastian Holtgrewe von der DTIHK die Umfrageergebnisse. "Doch nur 17 Prozent nutzten die finanzielle Unterstützung. Die Förderprogramme sind kaum bekannt". Demnach ist noch viel Geld in den Töpfen. Holtgrewe wirbt nun aktiv um Betriebe aus Deutschland, wie beispielsweise im Juli 2010 auf dem "Wirtschaftstag Tschechien und Slowakei" in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer Region Stuttgart.

In Tschechien ist "die Goldgräberstimmung" vorbei

Während der Wirtschaftskrise haben viele Betriebe ihr Engagement im Ausland zurückgefahren. Sebastian Holtgrewe ist überzeugt, dass diese Zeiten nun vorbei sind und dass Tschechien sogar an Attraktivität gewonnen hat: "Die Krise hatte eine reinigende Wirkung auf die tschechische Wirtschaft. Die Goldgräberstimmung, die wir nach dem EU-Beitritt bemerkt hatten, ist vorbei. Wer jetzt nach Tschechien kommt, hat sich das gut überlegt und möchte dauerhaft bleiben." Außerdem habe sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt entspannt, so Holtgrewe. Nach einem akuten Fachkräftemangel im Jahr 2008 fänden Unternehmen nun wieder Arbeitskräfte.

Umfangreiche Möglichkeiten auch in der Slowakei

In der Slowakei sehen die Möglichkeiten in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien für deutsche Unternehmen ähnlich gut aus wie in Tschechien. Der Energiebedarf des Landes ist alles andere als zufriedenstellend, weiß Dagmar Urbanová, Handelskonsulin des Generalkonsulats der Slowakei in München: "Die Slowakei verbraucht weit mehr als der europäische Durchschnitt. Die größten Verschwender sind die Industrie und das Bauwesen." Hier liegen demnach auch die größten Einsparpotenziale. Diese möchte die slowakische Regierung nun umsetzen und startete mehrere Förderprogramme.

Im Zentrum dieser Maßnahmen stehen der Einsatz von Biomasse und Solarenergie in Haushalten, die Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion, in öffentlichen Gebäuden, in Wohnungen und der Industrie. Die Möglichkeiten für deutsche Unternehmen sind in diesen Gebieten umfangreich. Urbanová nennt neben der Materiallieferung und Maschinenmodernisierung auch Dienstleistungen wie Klempnerarbeiten und Personalschulungen.

Mehr Informationen über Markteinstiegschancen in Tschechien und der Slowakei gibt es bei Michael Rössler von Handwerk International Baden-Württemberg, Telefon 0711 1657-525.

 

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer

Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer

 


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