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Handwerk weiht sein neues Servicezentrum ein
Modernes Raumkonzept überzeugt
Gut 500 Gäste waren gekommen, um sich den Neubau der Handwerkskammer Region Stuttgart anzusehen, der am 18. November 2005 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde: Als modernes Servicezentrum für die mittelständische Wirtschaft rund um die baden-württembergische Landeshauptstadt.

Schon seit einem Jahr ist das neue Kammergebäude in Betrieb, doch die Einweihungsfeier dazu gab es erst jetzt. Der Grund: Der Umbau erfolgte in zwei Schritten. Zuerst entstand der neue Trakt direkt vor dem Bau aus den frühen sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, nach dem Umzug der Mitarbeiter erfuhr das alte Gebäude eine grundlegende Sanierung.
Für Kammer-Präsident Rainer Reichhold hat der Baukomplex an der Heilbronner Straße 43 die Aufgabe, zum Zentrum des Handwerkslebens zu werden und handwerkliches Selbstbewusstsein zu verkörpern. Auf dieses Selbstbewusstsein vertraut Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, wenn er Handwerksbetriebe als "stabilisierende Elemente in Wirtschaft und Gesellschaft" bezeichnet.
Drei Einrichtungen unter einem Dach
Das nun vervollständigte Ensemble ist nicht nur Sitz der Handwerkskammer. Nach wie vor ist hier auch der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) angesiedelt, und auf den Visitenkarten der Mitarbeiter der SIGNAL IDUNA wird künftig ebenfalls "Heilbronner Straße 43" stehen. In das Gesamtprojekt der Umgestaltung investierte der Bauherr 18,5 Millionen Euro. Während der vierjährigen Realisierungsphase wurden zwei ganz unterschiedliche, in ihrer Formensprache aber harmonisch ineinander übergehende Gebäude geschaffen.
Als verlässlicher und kompetenter Dienstleister wolle sich die Handwerkskammer im neuen Gebäude weiter entwickeln und so ihre 28.000 Betriebe aus der Region Stuttgart in eine gute Zukunft führen, sagte Präsident Reichhold. "Außerdem hat damit das Handwerk in unmittelbarer Nachbarschaft zum Areal Stuttgart 21 ein positives städtebauliches Signal in der Landeshauptstadt gesetzt."
Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster lobte in seinem Grußwort die Ausbildungsleistung der Handwerksunternehmen, die er auch weit darüber hinaus einen stabilisierenden Wirtschaftsfaktor nannte: Dank seiner Handwerksbetriebe sei Stuttgart weniger krisenanfällig als vergleichbare Kommunen.
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Ein wahres Meisterwerk
Seit der Gründung der Handwerkskammer im Dezember 1900 spielt das qualitativ hochwertige Ausbildungs- und Prüfungssystem im Handwerk eine bedeutende Rolle. "Schon damals galt das Motto Qualität durch Qualifikation." Dies gelte auch heute noch, betonte Kammerpräsident Reichhold. "Deshalb lassen wir eine Aushöhlung der Meisterpflicht nicht zu. Wir bekennen uns zur Meisterqualifikation, zum Meister als Leitbild des Handwerks."
In diesem Zusammenhang bezeichnete Reichhold auch das neue Gebäudeensemble als "wahres Meisterwerk". Die herausragende Arbeit des Stuttgarter Architekturbüros Belz, Kucher und Partner sei von den ausführenden Handwerksunternehmen hochwertig und kreativ umgesetzt worden. "So haben unsere Handwerker ihre eigene Kammer gebaut." Die Architektur stieß bei den Gästen, zu denen neben Justizminister Ulrich Goll auch zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete zählten, auf breite Zustimmung.
Bestechend vielseitig
Die modernen Räumlichkeiten bieten die besten Voraussetzungen für die Beratung von Existenzgründern, Betriebsübergebern, Handwerkern, Unternehmern und Auszubildenden. Das Servicezentrum im Eingangsbereich zwischen Neu- und Altbau funktioniert als zentrale Informationsdrehscheibe für die Kunden.
Eine transparente und moderne Arbeitsumgebung mit Räumen für Beratungsgespräche und Konferenzen gehört ebenso zum Nutzungskonzept der Handwerkskammer wie das FORUM, ein großer Vortragssaal im Erdgeschoss oder die ihm vorgelagerte Cafeteria. Die Tagungsräume können auch gemietet werden.
Von den Vorteilen der Räumlichkeiten konnten sich interessierte Besucher einen Tag später ein noch vollständigeres Bild machen: Zum Infotag Handwerk präsentierte die Kammer ihr Servicespektrum von seiner besten Seite.



